Wandbild in Galway, Westirland 

"Sag mir nicht, dass der Mond scheint, zeig mir Lichtschimmer auf Glasscherben."

 

Anton Chekov

 

 

"Schreiben ist völlige Einsamkeit, der Abstieg in den kalten Abgrund unseres Selbst."

 

Franz Kafka

 

 

libertäre buchseiten

Mit Scaramouche auf den Pariser Dächern

„Die Armee der Schlafwandler“ lässt uns ins Innere der Französischen Revolution eintauchen

 

Wu Ming: Die Armee der Schlafwandler. Aus dem Italienischen von Klaus-Peter Arnold, Assoziation A, Berlin/Hamburg

Wu Mings historischer Roman „Die Armee der Schlafwandler“ taucht ein in die Revolutionswirren in Frankreich der Jahre 1793 bis 1795, begleitet den Rächer der Sansculotten Scaramouche und fragt zugleich nach der Manipulation der Massen durch Hypnose.

Die Geschichte gegen den Strich bürsten, Gefühle und Gedanken derjenigen nachempfinden, die gegen die Herrschenden aufbegehren, das ist das Geschäft des Bologna Autorenkollektivs Wu Ming. Diesmal in der Französischen Revolution (1789-1799), die Europa für immer verändern sollte.

David Kessel  Oliver Steinke

 

Venus

Gedichte aus Licht und Dunkelheit

Venus Poems out of the dark into the light

Englisch Deutsch



 

 

ISBN 978-3-943078-07-7 Euro 8,90

 

Ist es die richtige Zeit und der richtige Ort? Begegnungen finden nicht nur in einer Wirklichkeit statt. Sie verändern uns, wenn wir auf unser Innerstes hören.

 

In diesem zweisprachigen Band sind auch Gedichte von David Kessel veröffentlicht. David fängt im zunächst Unscheinbaren und Alltäglichen Leid, Wahn, aber auch versteckte Schönheit und Würde ein.
Mein Freund David wurde 1947 geboren und lebt in London.
Bereits mit 17 erlitt er einen ersten Zusammenbruch, dessen Ursachen mehrere Jahre lang unbehandelt blieben. Er studierte erfolgreich Medizin und arbeitete als Hausarzt, bevor er an schubweiser paranoider Schizophrenie erkrankte. Er ist unter anderem aktiv bei den „East End outsider poets“ und der „Survivors Poetry“.
2005 vertonte Owen Bournes fünf seiner Gedichte via Hackney Chambers, die, gelesen von Joe Powell, mit dem EMFEB Londoner Symphonie Orchester im Salisbury Hotel uraufgeführt wurden.

 

 

 

 

 

Wölfe im Ginster

"Der Verrat der Morrígan

 

Es gibt stets ein Zuvor. Manchmal ist es fast unsichtbar, Labyrinth in der Luft wehender Umhänge einer Königin, für Wolken gehalten. Blauschwarz verbergen die aus Krähenfedern gewebten Tücher der Göttin den Flug der Schwäne. Und so, wenn sie nach Norden aufbrechen, hallt nur der Ruf der Weißgefiederten durch versinkende Himmel.

 

Vor dem alten Kloster Durrow, versteckt wie die Gehege der Hühner liegen in den Feldern mit Gestrüpp bewachsene Hügel. Im Frühjahr singt von dort die Amsel zu den bienenbauförmigen Steinhütten neben dem Rundturm herüber und im Herbst tragen ihre knorrigen Weißdornsträucher rote Beeren, die aber nicht angerührt werden. Denn es wird erzählt, unter den Dornenzweigen feiern die Unsterblichen ihre Feste. An der Tafel der Feen spiele ihr Harfner und singe von der Schönheit der Morrígan.

...

In der Nacht ihrer Wiedergeburt stehe die Pforte offen. Doch wenn in jener Nacht die Seele der Morrígan das Feenreich verlässt, schickt der eifersüchtige Gott der Unterwelt der entflohenen Gemahlin einen Häscher hinterher, einen Geist, der in seinen Fäusten ein Netz aus Dunkelheit verbirgt.

Ein Netz, um sie zu fangen und in das Reich unter den Hügeln zurückzubringen. Denn der gehörnte Elfenkönig muss sie zurückholen, bevor sie den Sohn der Sonne findet, den sie begehrt."

 

Und genau diese Nacht stand uns bevor, als die Schiffe der Fremden auftauchten.

 

 

Wölfe im Ginster

 

Die Invasion der Normannen in Irland

 

Richard Roche gewidmet

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                       ISBN 978-3-943078-05-3 Euro 9,99 

 

Als der irische König Dermot MacMurrough im Jahre 1168 Söldner anheuert, um sein verlorenes Reich in Irland zurückzuerobern, kämpfen die bald auf eigene Faust.

Denn die Normannen, angeführt von Rittern wie Strongbow und Robert Fitz Stephen schicken sich an, die ganze Macht und das Land an sich zu reißen.

Den Iren hilft nun weder ihr auf Klöster gegründetes Christentum noch die lange Tradition ihrer Gelehrten und Barden. Nicht einmal die sprichwörtliche Kampfeswut ihrer Krieger kommt gegen die feindlichen Panzerreiter an. Die Söhne des legendären Fergus MacRoich, der Barde Finbar, Mönch Finn und der Krieger Setanta scheinen auf verlorenem Posten zu kämpfen. Doch da rüstet der oberste Lehnsherr der Anglonormannen, Henry Plantagenet mit dem Ginsterzweig im Wappen, eine riesige Flotte aus, um mit einer scheinbar unbesiegbaren Armee nach Irland überzusetzen. Sein Motiv: Nur er selbst soll König von Irland werden.
Für die irischen Clans und die abtrünnigen normannischen Ritter naht die Stunde der Entscheidung.

 

 

 

 

Kaperfahrt nach Palmares

oder 

Die wahre Geschichte
des irischen Piraten 
Hugh O Driscoll



 

       ISBN 978-3-943078-00-8 Euro 11,95

Ein "ungemein spannender Roman",
"sachkundig, ohne zu langweilen, farbig, sprachlich ausgereift" 
Die Rheinpfalz


 

 

Herbst 1649, Südirland


Noch in Sichtweite der elterlichen Burg wird der Jugendliche

Hugh O Driscoll von umherziehenden Söldnern der New Model Army gefangen genommen und auf ein Handelsschiff verschleppt.
Ziel ist die Insel Barbados in der Karibik, wo die Engländer seit einigen Jahren Zuckerrohr anbauen.

 

Eine Revolte auf See bringt dem jungen Adligen selbst nicht die Freiheit und so teilt er das Schicksal tausender Iren und Afrikaner, die gnadenlos als Sklaven ausgebeutet werden.

Doch es gibt auch eine andere Gesellschaft in der Karibik, raue Männer, die beschließen, nicht mehr nur verwilderte Ziegen und Schweine zu jagen.
Sie richten ihre Gewehre auf diejenigen, die sie aus der Alten Welt in die Neue getrieben haben, aber selbst dort noch auf sie herabsehen: Edelleute und Kapitäne, Plantagenbesitzer und Sklavenhändler.

So bekommen diese Herren unerwartet einen neuen, gefährlichen Feind, die Bruderschaft der Küste, Bukaniere, die als erste die schwarze Fahne der Freiheit hissen.

 

Füchse der Ramblas

 

– Spanien 1936 und 1945-60 -

 

Francesc Sabaté, genannt El Quico, seine Brüder Josep und Manolo und

Josep Lluís Facerias

 

-Stadtguerilla gegen die Franco Diktatur -

 

 

 

 

                                                                                                 ISBN 3-936049-46-7 . 183 Seiten  14 €

Francos Schatten liegt noch immer über Spanien, überwunden sind die traumatischen Jahre des Bürgerkriegs noch immer nicht und werden es vielleicht auch nie. Immerhin kann heute ein Film gezeigt werden, der die Geschichte des Widerstandes erzählt, die auch Sabatés Geschichte ist: „Die Frau des Anarchisten“ von Marie Noëlle und Peter Sehr, mit María Valverde, Juan Diego Botto, Nina Hoss und - tatsächlich - Silvia Sabaté!

 

Mein Roman taucht ein in diese Vergangenheit, die neben dem Schrecken noch immer Hoffnungen auf eine solidarische Welt in sich trägt.

 

Die fünfziger Jahre in Barcelona: Wie Mehltau liegt die Diktatur General Francos über der Stadt. Eine Sondereinheit der Guardia Civil, zu der die Polizisten Juliano und Aragón gehören, verrichtet ihren Dienst mehr schlecht als recht, als im Barrio Chino die Prostituierte Rosa Pares ermordet wird.

Der Polizeioffizier Varela will keine Untersuchungen, aber die beiden Zivilfahnder lässt das Verbrechen nicht los. In der miefigen Atmosphäre einer Diktatur, in der Sex und Liebe außerhalb der Ehe verfolgt werden, beginnen beide den Mörder zu suchen und stoßen dabei auch auf die verdrängte Vergangenheit einer sozialen Revolution, die im Spätsommer 1936 die Stadt zur Kommune machte. Eine Vergangenheit, die immer noch weiterzuleben scheint. Jetzt, zwanzig Jahre später, kehrt der in der Nachkriegszeit zur Legende gewordene Widerstandskämpfer Francisco Sabaté aus dem Exil zurück in eine Welt, in der Arbeiterinnen und Arbeiter Freiheit höchstens noch bei den Spielen des FC Barcelona finden. Die anarchistische Stadtguerilla unter Führung des „Fuchses“, wie Sabaté genannt wird, bedroht die bestehende Ordnung, stört die Friedhofsruhe in Franco Spanien. Die Wege der Polizisten Juliano und Aragón und der des vierschrötigen Anarchisten Sabaté kreuzen sich.

 

„Denn Hoffnungen sind Sternenschiffe, die von weißen Tauben in den Nachthimmel gezogen werden. Aber der Drache verschlang sie alle, die Schiffe und die Vögel und die, die er übrig ließ, erschütterte er mit seinen mächtigen Schwingen, so dass sie taumelten und schließlich abstürzten. Juliano selbst war wie ein Habicht, der am leergefegten Himmel verlassen seine Kreise zog.“

 

 

Der Verrat

von Mile End

 

John Ball und Wat Tyler gegen Shakespeares Richard den II.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Wat Tyler by William Blake

 

 

2017 - 500 Jahre Reformation

 

 

Doch wie so viele begann Luther zwar als Rebell, schlug sich aber auf die Seite der Mächtigen. Ohne Gefühl für die Nöte der Bauern, empfahl er den Fürsten, die Aufständischen massakrieren zu lassen, was sie denn auch taten.

Sein evangelischer Kollege Thomas Müntzer hingegen kämpfte und starb mit den einfachen Menschen. Müntzer war nicht der Einzige, der für einen christlichen Kommunismus kämpfte.

 

Neben Jan Hus, der seine Überzeugungen und seinen Mut mit dem Märtyrertod auf dem Scheiterhaufen bezahlte, sind es John Wyclif und mit ihm John Ball, ein englischer Wanderprediger des 14. Jahrhunderts, die meiner Meinung nach Leben und Geist von Jesus, Maria Magdalena und Johannes dem Täufer weit besser verstanden als alle Päpste.

 

Für mich war einer der interessantesten Anführer des Mittelalters  auch nicht Karl der "Große" oder einer der Könige und Kaiser in seiner Nachfolge, sondern ein einfacher Dachdecker und ehemaliger Söldner aus Colchester, Wat Tyler.

 

Er führte mit der Revolte der Leibeigenen, Bauern und Handwerker im Juni 1381 einen der größten und radikalsten Aufstände in der englischen Geschichte an.

 

Von John Ball und Wat Tyler noch nie etwas gehört? Dann lesen Sie doch meinen Roman „Der Verrat von Mile End“, erschienen bei Edition AV.

Das Auge des Meerkönigs

 

Im Roman sind eine Reihe von spannenden historische Rätseln des 12. Jahrhundert eingebunden: Intrigen am dänischen Königshof, ein dreiköpfiger slavischer Gott der Winde, die Mysterien von Bärenhäutern und Schlangenfrauen und dann das größte und gleichbleibend drängende Geheimnis: Die Suche nach dem eigenen Weg.

Machnowschtschina

 

„Die Flammen der Liebe und des Aufstandes“

 

 

 

 

 

 

   

Machno und Berkman im Exil

2017 - 1917 Hundert Jahre russische Revolution

 

Lenins Schriften füllen noch heute ganze Regale, so wie die Trotzkis. Tatsächlich haben sie so wie ihre Überväter Marx und Engels ja auch allerhand Vernünftiges herausgefunden und gesagt.

Leider haben beide ihre Mitmenschlichkeit letztendlich für die Macht aufgegeben. – Mit Stalin will ich gar nicht erst anfangen.

 

- Es gab andere Revolutionäre, die unzählige Male ihr Leben für ihre anarchistischen Ideale riskiert haben, aber von den „Bolschewiki“ verfolgt wurden.

Nestor Machno und Piotr Arschinoff, Viktor Belasch sind unvergessen wie auch die aus dem US-Exil kommenden

Emma Goldmann und Alexander Berkman.

 

Unvergessen, jedenfalls bei den Menschen, die sich mit der russischen Revolution auseinandergesetzt haben.

„Die Flammen der Liebe und des Aufstandes“ scheinen gelöscht, von Technokraten und Nationalisten erstickt.

Aber Russland ist groß und der Faden einer wirklich sozialen Revolution wird wieder aufgenommen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        Malalai of Maiwand

 

Die Nacht der Heuschrecken

 

Krieg "für Menschenrechte" in Wirklichkeit Krieg für die neuen und alten Imperien!

Was in Afghanistan geschehen würde, war bereits 2001 und 2003 kein Geheimnis. Massoud Shirbaghan beschreibt aus diesen Jahres vieles, was erst Jahre später für die deutsche Öffentlichkeit sichtbar wurde. Als die deutschen Kriegsminister noch mit humanitärem Auftrag täuschten, spricht er von Kriegsverbrechen der USA und die Verwicklung der Bundeswehr darin. Heute, nach dem Massaker von Kundus von 2009, mit über hundert vebrannten Menschen, dessen Verantwortlicher Georg Klein von der Bundeswehrführung ansttatt entlassen und bestraft zu werden 2013 zum Brigadegeneral befördert wurde, ist ein Ende des Krieges dringender denn je.

Outsiderpoems

 

David Kessel
Außenseitergedichte

Lyrik dt. - engl.
übersetzt von Oliver Steinke
mit Zeichnungen von Dieter Reger

 

David Kessel, ein Wanderer auf den Linien des sich auflösenden Alltages, unverstanden von fast allen, aber einzigartig, schöpferisch, poetisch. Dahinter die tiefste Liebe, Außenseitergedichte, Schnitte in die Stahlträger der Londoner City.

 

 

ISBN 978-3-936049-77-0. 58 Seiten  9,80 €

 

 

David Kessels Gedichte sprechen über Gegenden, Plätze, Straßen und „ihre“ Außenseiter. So erhält der Leser und die Leserin mit diesem Gedichtsband einen etwas anderen Reiseführer durch London und Südengland in die Hand, einen Führer, der einen geradewegs zu den Schicksalen und in die Seelen derjenigen leitet, die hier leben, während sie - ob mit Absicht oder nicht - übersehen werden. David Kessel wurde 1947 als Sohn eines deutsch-jüdischen Arztes und einer Kunstmalerin in England geboren.

Ein Teil seiner Familie wurde im Holocaust ermordet. Nach dem Tod des Vaters trat die Mutter der kommunistischen Partei bei. Medizinstudium und Arbeit als Arzt folgte eine schwere Erkrankung, nach der David Kessel lange Zeit am Rande der Gesellschaft im Londoner Einwanderungsviertel East End lebte. Hier entstanden seine „Außenseitergedichte“, die in einer lyrischen Sprache sonst kaum in Worte zu fassendes Elend und Verzweiflung ausdrücken. Und doch durchzieht die Gedichte auch starke Hoffnung und der Glaube an die einfachen Menschen, die ihr Leben selber in die Hand nehmen und eine bessere Gesellschaft aufbauen werden.

 

David Kessel ist ein Expressionist, der den Vergleich mit Trakl oder Stadler nicht zu scheuen braucht.

„Wo Dein Platz Genosse ist, Widerstand aus der Arbeiterbewegung gegen die Nazidiktatur“

 

Eine kurze Zusammenfassung über antifaschistischen Widerstand, auch gerade der einfachen Menschen und kleinen Arbeiter_innenorganisationen von unten. Eine Broschüre, herausgegeben vom Syndikat A, die einen Überblick geben und mehr Interesse an diesem von der Geschichtsschreibung - von Ausnahmen abgesehen - immer noch stiefmütterlich

behandelten Thema wecken will.

Willi Münzenberg

(u.a. Gründer von Editions du Carrefour )

 

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Text und Fotos by Oliver Steinke, alle Rechte vorbehalten!